Plakat A3

Die Tragische Ouvertüre d-moll  op. 81 entstand im Sommer des Jahres 1880 in Bad Ischl, zur gleichen Zeit wie die Akademische Festouvertüre c-moll op. 80 Zeitlich steht sie zwischen der Entstehung seiner zweiten und dritten Sinfonie. Ihre Spieldauer beträgt etwa 14 Minuten.

Die Tragische Ouvertüre, die aus einer Skizze für einen Sinfoniesatz entstand, schildert das Tragische als Solches; bei der Komposition hatte Brahms laut eigener Aussage €žkein bestimmtes Trauerspiel als Sujet im Sinne. Brahms selbst verglich die Akademische Festouvertüre und die Tragische Ouvertüre, als er einmal sagte, €ždie eine lacht, die andere weint. Ursprünglich hieß die Tragische Ouvertüre nicht einmal €žtragisch, sondern war von Brahms als Dramatische Ouvertüre geplant. Er erkannte jedoch, dass er damit nicht den Kern des Stückes getroffen hatte. Durch die (nicht immer übliche) Besetzung mit Posaunen und Tuba, bekommt sie einen festlich, dunklen Klangcharakter.

 

Johannes Brahms - Ein Deutsches Requiem - Unter einem Requiem versteht man gemeinhin die Liturgie der Totenmesse der katholischen Kirche bzw. kirchenmusikalische Kompositionen zum Totengedenken. Der im evangelisch-lutherischen Hamburg groß gewordene Brahms orientierte sich bei der Auswahl seiner Texte nicht am traditionellen Kanon des Requiems als Totenmesse, sondern wählte aus Texten des Alten und Neuen Testamentes in der Fassung der Lutherbibel vor allem solche aus, in denen der Trost der Hinterbliebenen im Mittelpunkt steht. Brahms zeigte dabei, wie vertraut er mit den Bibeltexten und Psalmen war und gestaltete sein Deutsches Requiem nicht als Trauermusik, sondern zum Trost derer, €ždie da Leid tragen, also als eine von Ernst, Würde und Zuversicht getragene Musik für die Lebenden. Der kirchenmusikalischen Gattung des Requiems kann und soll das Werk deshalb nicht gerecht werden; von der Anlage vor allem der Besetzung her kann man es eher als Oratorium bezeichnen, wenn auch die dramatische Komponente fehlt. In der Textabfolge knüpft es am ehesten an die evangelische Motette früherer Zeiten an. Einer genauen Einordnung in eine musikalische Gattung verschließt sich das Werk, Ähnlich wie Händels Messias , mit dem es auch die Textauswahl zur Auferstehung der Toten gemeinsam hat.