Chorgeschichte

Gegründet wurde der Chor im September 1922 mit ca. 45 Mitgliedern durch den damaligen Gymnasialmusiklehrer der Kaiser-Karl-Schule, Heinrich Laubach.

Die damalige Zielsetzung wurde in einer Zeitungsanzeige umrissen: "Gesungen werden Volkslieder und Kunstchöre aus allen Jahrhunderten, Motetten, Madrigale, Kantaten, Oratorien und Passionen."

Das erste große Konzert war die Aufführung von Bachs "Matthäus-Passion" in der St. Laurentii-Kirche (März 1923). Neben den mittlerweile über 100 Chormitgliedern wirkten noch einige Sängerinnen und Sänger aus Kiel und der Knabenchor (110 Stimmen) der Kaiser-Karl-Schule mit. Das damals noch aus Itzehoer Musikern bestehende Orchester wurde an führenden Positionen durch Solisten aus Hamburg und Kiel verstärkt.

Ganz wesentlich mit der Geschichte des Itzehoer Konzertchores verbunden ist der Name Otto Spreckelsen. Von 1924 bis 1933 und von 1945 bis 1965, also insgesamt 29 Jahre, lag die künstlerische Leitung des Chores in der Hand dieses unvergessenen Schulmusikers, Dirigenten und Organisten. Wohl alle großen oratorischen Werke von Händel und Bach bis Dvorak, Verdi und Orff sind unter seiner Stabführung in Itzehoe erklungen. Die mitwirkenden Hamburger Symphoniker und namhafte Gesangsolisten waren stets Garant für bedeutende Konzerte.

In der schwierigen Zeit zwischen 1933 und 1945 versuchten mit stetig schwindendem Erfolg Edgar Rabsch, Adolf Blunck und Waldemar Bauer den Chor auf einer gewissen musikalischen Höhe zu halten.

Die Ära nach "OSP", wie Otto Spreckelsen von seinem Chor liebevoll tituliert wurde, begann mit Dr. Wolfgang Rogge (1966 - 1969) und wurde von Ernst-Erich Stender (1969 - 1976) und Hartmut Bethke (1977 bis 1985) mit beispielhaften Konzerten fortgesetzt.

Seit 1985 leitet Eckhard Heppner, Oberstudienrat an der Kaiser-Karl-Schule, den Itzehoer Konzertchor. Neben der Pflege der geistlichen Chor-Symphonik wurden in regelmäßigen Abständen und mit sehr großem Erfolg Opernkonzerte gegeben, die dem Chor einen neuen Zuhörerkreis erschließen konnten.

Partner des Chores sind das Orchester der Breslauer Philharmonie (seit 1988), A cappella Itzehoe, der Städtische Chor Kiel und der Theodor Storms Chor Husum.

Neben der St. Laurentii-Kirche steht dem Itzehoer Konzertchor im 1992 eröffneten "theater itzehoe" mit seiner anerkannt hervorragenden Akustik ein zweiter vielseitiger Konzertraum zur Verfügung.